Entries Tagged as 'Tagesgeld'

Eine weitere neue Tagesgeld-Bank: die Triodos-Bank

Nachdem wir bereits vor wenigen Wochen über den Start der noa-Bank berichtet haben, ist zwischenzeitlich die nächste Bank mit dem Focus Nachhaltigkeit an die deutschen Kunden herangetreten. Im November eröffnete die holländische Triodos-Bank ihre deutsche Bankniederlassung. Bisher war die Triodos-Bank in Deutschland lediglich mit einer Kredit-Agentur vertreten.

Die Triodos-Bank ist bereits seit 1980 aktiv und beschäftigt sich auch seitdem mit nachhaltigen Projekten. Laut Internetseite gehört die Triodos Bank zu den Ersten, die grüne Fonds auflegen. Außerdem zählt die Triodos-Bank nach eigenen Angaben zu den Pionieren im Bereich Mikrofinanz und legt als eines der ersten Finanzinstitute Mikrofinanzfonds für Entwicklungsländer auf.
Doch zahlt sich das nachhaltige Engagement auch für die Kunden aus? Auf der Webseite hat die Triodos-Bank einen Tagesgeldsatz von 1,5% veröffentlicht. Damit erreicht das niederlänidische Institut in den Tagesgeldvergleichen maximal Mittelfeldplätze. Da die Bank jedoch stark die nachhaltig orientierte Kundschaft ansprechen möchte, ist ein Konditionsvergleich mit ähnlich aufgestellten Banken wie der Umweltbank, GLS-Bank oder der noa-Bank sinnvoller.

Im Gegensatz zu vor kurzem vorgestellten noa-Bank sind die Tagesgeldzinssätze ebenfalls nicht überragend. Die noa-Bank bietet zur Zeit 2,2 % Zinsen. Vorteil zugunsten der Triodos-Bank ist jedoch, dass es trotz des jungen deutschen Ablegers um eine bereits seit 30 Jahren bestehende Bank handelt. Nachteil des neuen Tagesgeldanbieters gegenüber deutschen banken ist die niederländische Einlagensicherung mit maximal 100.000 Euro Absicherung pro Kunde. Gerade nach der Kaupthing-Pleite sind deutsche Anleger bei ausländischen Instituten vorsichtiger geworden.
Für Kunden, die ihr Geld in nachhaltigen Projekte investieren wollen und die auf die deutsche Einlagensicherung nicht verzichten möchten, könnte deshab die Nürnberger Umweltbank eine gute Alternative sein. Die Umwelbank bietet ähnliche Konditionen wie die Triodos-Bank.  Sie gibt es bereits seit 15 Jahren und sie ist Mitglied des deutschen Einlagensicherungssystems.

Übrigens hatten wir bei der Vorstellung der noa-Bank versprochen, sie darüber zu informieren, wenn sich etwas bei der Verwendung der Anlagegelder bei der noa-Bank tut. Und tatsächlich: Seit kurzem sind die ersten 28.000 Euro als Kredit an Kunden im Thema “Region” ausgegeben worden (Stand: 21.12.2009)

Savenext – superidee oder nur save nepp?

In Zeiten der Finanzkrise klingt das Angebot verlockend: renomierte deutsche Banken überbieten sich bei Savenext.de gegenseitig mit den Zinsen für die deutschen Geldanleger. Doch ist diese Zinsauktion wirklich so überragend? Finance-Blog.de hat das Angebot getestet:

Seit einigen Wochen gibt es dieses neue Geschäftsmodell auf dem Onlinefinanzdienstleistungsmarkt. Savenext wirbt damit, dass die Banken für die Geldanlage des Kunden Angebote abgeben. Der Kunde kann in Ruhe abwarten wie die Banken immer höhere Zinsenbieten. Erst wenn die Auktion endet kann er sich entscheiden, welches der Angebote er annimmt. Oder wenn ihm die Gebote nicht hoch genug sind, kann der Kunde auch gar kein Angebot annehmen.

Doch lohnt sich die Teilnahme an so einer Auktion überhaupt? Für die Nutzer einer Auktion lohnt sich das Angebot immer dann, wenn dabei wirklich die höchsten Zinsen herauskommen. Wenn die von der Bank gebotenen Zinsen nicht höher als deren Standardangebote sind, bringt die Auktion ja nichts. Dann kann der Kunde ja auch das Standardangebot der jeweiligen Bank in Anspruch nehmen. Bei einigen Banken wie z.B. der ING-Diba kann man dann noch zusätzliche Eröffungs- oder Werbeprämien kassieren. Zweite Voraussetzung für die Vorteilhaftigkeit ist, dass die von den Banken gebotenen Zinssätze auch die besten “normal” erhältlichen Angebote schlagen. Nur dann hat der Kunde

Derzeit nehmen laut Savenext drei Banken an der Liveauktion teil. Die ING-DiBa, die Norisbank und die PSD-Bank Westfalen-Lippe. Beim Start der Auktion bot die ING-DiBa am Sonntag gleich einmal 2,5% also den Standardzinssatz für ein neues Extrakonto bei der ING-Diba. Die anderen beiden Banken waren nicht so schnell. Wahrscheinlich ist dort kein Automatismus hinterlegt.

Zum Ende der Auktion hatte noch die PSD Westfalen-Lippe einen Zinssatz von von 1,5%. Aber dies ist auch nicht mehr als der Standardzinssatz für das Dynamic-Cashkonto der PSD-Bank. Von der dritten angeblich teilnehmenden Bank erhielt ich gar kein Gebot.

Fazit: die Zinsauktion Savenext.de lohnt sich für die Kunden nicht. Wer gute Tagesgeldvergleiche wie Vergleich.de oder FMH.de nutzt, ist deutlich besser bedient.

Übrigens ist auffällig, dass es auf Savenext.de nur so von Rechtsschreibfehlern wimmelt. Da wird ein “r” bei “mehr” vergessen. Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle und die Mitteilung, dass das Angebot abgelaufen ist erscheint auf holländisch. Außerdem zeigte mir das System nach Ende der Aktion an, dass die Auktion noch aktiv wäre und noch weitere zwei tage läuft. Wirklich vertrauenserweckend ist das alles nicht!

Weitere Zinssenkungen für Tagesgeld nach Notenbankentscheid

Nach der letzten Senkung der Leitzinsen ziehen immer mehr Banken bei ihren Guthabenszinsen nach. Wir berichteten bereits über die Zinssenkungen des DKB-Cash-Kontos, der SKG-Bank sowie der Postbank bei der Sparcarddirect. Jetzt gaben weitere Banken Zinssenkungen bekannt. Finance-Blog.de gibt ihnen eine Übersicht der wichtigsten Änderungen:

ING-DiBa: Der reguläre Zins für das ING-DiBa Extrakonto beträgt von nun an 1,5% statt wie bisher 2,25% p.a. im Jahr. Neukunden für das Extra-Konto versucht die ING-DiBa mit einem Tankgutschein von 25 Euro zu locken.

1822direkt: Die Tochter der Frankfurter Sparkasse senkt den Zinssatz für ihr CashSkyline-Konto von 2,25% auf 1,75%. Für neue Einlagen, welche nicht von der Frankfurter Sparkasse oder der 1822direkt auf dasCashSkyline-Konto Konto überwiesen werden und in dem Monat vor der Kontoeröffnung nicht bei der 1822direkt angelegt waren, zahlt die 1822direkt allerdings bis 31.07. noch einen Zinszuschlag von 1,5 %.

Credit Europe Bank: Bei der Credit Europe Bank bekommen Neukunden noch satte 3,8 % Zinsen auf das Tagesgeld (Top Interestkonto) Bestandskunden erhalten sogar weiterhin 4% Zinsen. Die Credit Europe Bank unterliegt dem niedeländischen Einlagensicherungssystem. Laut Beschluss des niederländischen Finanzministeriums am 10.03.2009 wurde die Einlagengarantie für Sparanlagen auf € 100.000 pro Person festgesetzt. Demnach sind Ihre Sparanlagen bei der Credit Europe Bank N.V. zu 100% bis € 100.000 pro Person gesichert.

Norisbank: Die Norisbank wirbt mit ” mit der Top3-Garantie – auf Dauer unter den 3 Besten”. Rätzelhaft ist allerdings, wie die Norisbank dies mit aktuell 2,0 % Zinsen schafft. Wahrscheinlich liegt es an den geänderten Garantiebedingungen. Anfangs waren noch die 75 größten Banken in die Garantie eingebunden. Zur Zeit sind es nur noch die 10 größten Banken mit Tagesgeldangebot, bei denen auch nur der Durchschnitt der letzten 12 Monaten bewertet wird. – Alles ein Frage der Definition. Ob die Norisbank (ohne deren Mutterunternehmen Deutsche Bank) selbst in diesen (Garantie-)Kreis der 10 größten Banken zählt, darf bezweifelt werden.

Autobanken nehmen derzeit keine neue Kunden an

Gerade hatte ich noch gelobt, dass die Autobanken noch die besten Zinsen für Tagesgelder anbieten, da wird auch schon mitgeteilt, dass diese ab sofort keine neuen Kunden mehr annehmen.

Nach dem wegen vergleichsweise hoher Zinsen verursachtem Kundenansturm bietet die Mercedes-Benz-Bank vorerst keine Konten für Tages- und Festgeld mehr an. Bis auf weiteres werde es bei dem Institut keine Kontoeröffnungen mehr geben, sagte ein Sprecher gestern in Stuttgart. Lediglich alle Konto-Neuanträge, die bis zum 3. Februar eingegangen seien, würden noch berücksichtigt.  In den vergangenen Wochen sei es „zu einem beispiellosen Ansturm von Interessenten“ gekommen.

Auch Die BMW-Bank kündigte wegen des großen Kundenandrangs an, erst ab Mitte Februar wieder ein neues Festgeld-Konto anbieten zu wollen.

Netbank senkt Tagesgeldzinsen erneut

Nur gut zwei Wochen nach der letzten Senkung passt die Netbank ihre Konditionen für das Tagesgeld erneut nach unten an. Die treuen Bestandskunden erhalten für bei der Netbank angelegte Gelder nur noch 2,75 % Zinsen statt 3,3%aufs Tagesgeld. Auch Neukunden dürfen sich nur noch über Lockzinsen in Höhe von 3,8 “freuen”.

Mit der neuen Anpassung fällt die Hamburger Internetbank deutlich hinter Wettbewerber wie die ING-Diba, DKB oder die Autobanken zurück. Bis vor kurzem zahlte die Netbank noch mit 4% einen der höchsten Tagesgeldsätze für Kunden die auch ihr Girokonto bei der Direktbank unterhielten. Die Netbank reagiert mit der Konditionsänderung auf die letzte Leitzinssenkung. Neben dem Tagesgeld wurden auch die Zinsen für den Überziehungskredit auf 9,5% gesenkt.

Wirklich gute Zinssätze bieten noch die Autobanken – wie die BMW-Bank(3,7%), die fast ohne Nebenbedingungen hohe Tagesgeldzinsen anbieten. Eine gute Alternative ist auch die “SparCard 3000 plus direkt” der Postbank die für dieses Onlinesparbuch den Zinssatz bisher unverändert bei 4,5% gelassen hat. Nachteil ist hier jedoch die eingeschränkte Verfügbarkeit. Mit der SparCard 3000 plus direkt kann man nur bar und 2.000 Euro pro Monat (vorschusszinsfrei) verfügen.

Auch die Netbank senkt die Tagesgeldzinsen

Die Zinssenkung der EZB war heute noch nicht verkündet, da senkte die Netbank bereits die Geldanlagezinsen. Gestern gab es für das Tagesgeld in Verbindung mit dem GiroLoyal der Netbank noch Zinsen in Höhe 4,0 %. Doch heute früh konnte ich in meinem Kundenlogin bei der Netbank entnehmen, das es für mein Erspartes ab sofort nur 3,3 % Zinsen gibt.

Für Neukunden, die ihr gehaltskonto zur Netbank verlegen, gibt es zumindest für einen Teil (50T€) immerhin die ersten 6 Monate noch 4,5 % Zinsen. Allerdings frage ich mich, warum das Produkt GiroLoyal heist, wenn nur die Neukunden in den Genuss der hohen Zinsen kommen.

Fairerweise muß man sagen, das die Netbank mit ihren 3,3% so schlecht nicht ist. Bei der ING-DiBa gibt es nach der letzten Zinssenkung zum Jahresanfang für das Extrakonto für Bestandskunden lediglich 3 %. Aber jede Zinssenkung tut weh. Die tendenz bei den Tagesgeldzinsen wird auch in den kommenden Monaten eher nach unten gehen. Die EZB hat die Leitzinsen heute gerade auf 2% gesenkt. Dies ist der niedrigste Stand seit 2003 nachdem die Neue-Markt-Blase geplatzt war. Dagegen können sich Häuslebauer freuen. Denn die Kreditzinsen werden ebenfalls sinken.

ING-DiBa senkt die Zinsen zum 01.01.2009

Wie die ING-DiBa mitteilte werden die Zinsen für das beliebte Extra-Konto zum neuen Jahr. Für das Tagesgeldangebot der ING-DiBa gibt es im neuen jahr nur noch 3 % Zinsen. Damit ist die ING-DiBa die nächste Bank, die auf das gesunkene Zinsniveau am Kapitalmarkt reagiert. Von 3,5% Um 0,5% senkt die ING-DiBa den Zinssatz für das betsehende Einlagen auf dem Extra-Konto. In den Tagesgeldvergleichen dürfte die ING-DiBa damit weiter zurückfallen.

Die Zinsentwicklung führt (zumindest bei der ING-DiBa) auch zu günstigeren Kreditzinsen. Beim Privatkredit – dem Rahmenkredit der ING-DiBa – wird der Zinssatz ebenfalls um ca. 0,5% von 8% auf 7,49% gesenkt. Mit diesem Zinssatz setzt sich die ING-DiBa an die Spitze der Abrufkreditvergleiche.

Düstere Zeiten für Tagesgeldfreunde und Zinsjäger?

In der vergangenen Woche senkte die amerikanische Notenbank FED den kurzfristigen Leitzins faktisch auf Null. Einige Anleger nahmen sogar eine Negativrendite in Kauf, um lieber dem Staat als einer Bank das Geld zu geben. Sie zahlten also faktisch Zinsen dafür, dass der Staat 4 Wochen auf ihr Geld aufpasst. Auch die europäische Zentralbank (EZB) dürfte nach ihrer nächsten Sitzung im Januar die kurzfristigen Zinsen weiter senken.

Für Zinsjäger im Tagesgeldbereich sollten also düstere Zeiten anbrechen, sollte man meinen. Und tatsächlich sank seit dem vollen Ausbrechen der Finanz- und Wirtschaftskrise der Index für Festgelder von 4,7 % um fast 1 Prozent auf 3,9 %. Und dieser Trend dürfte sich fortsetzen. Die Renditen auf den Anleihemärkten sanken in den letzten Wochen stetig.

Doch bei genauerem Hinsehen ist die Situation gar nicht so schlecht. Denn mit der Krise der Wirtschaft sanken in den letzten Monaten auch die Preise für Rohstoffe. Vor allem das Öl gab drastisch nach. Während der Höchststand im Frühjahr noch bei 147 Dollar lag, fiel die Notierung mittlerweile auf teilweise unter 40 Euro und damit ein 6 Jahrestief. Damit verbilligte sich der größte Preistreiber der letzten Jahre und zog die Inflationsrate von über 3% auf deutlich unter 2%. Für Tagesgeld und Anleihen bedeutet dies, dass “real” von den geringeren Zinsen mehr übrig bleibt.

Wer im Sommer eine Rendite von 4% bei Anleihen erzielte dem frass die Inflation so viel weg, dass am Ende nur eine reale Rendite von unter einem Prozent übrig blieb. Heute bleibt den Anlegern trotz geringerer Zinssätze mehr als doppelt so viel. Nur leider merken viele Menschen dies nicht. Die nominalen Zinssätze sind im Bewußtsein viel stärker verankert als der stete Wertverfall des Geldes. Sicher wir Verbraucher haben in den letzten drei Jahren immer wieder unter den steigenden Benzinpreisen gelitten. Auch über die täglichen Preiserhöhungen in vielen Bereichen ärgern wir uns, aber nach wenigen Wochen ist den meisten von uns der Wertverlust wieder aus dem Bewußtsein verschwunden.

Wer noch Geld in der Hinterhand hat und auf Sicherheit setzt, sollte jetzt aber zugreifen und sich das jetzige Ninsniveau sichern. Wer Festgelder vergleicht kann sich jetzt noch für 12 bis 24 Monate Festgelder für um die 4% sichern. Ganz weit vorne sind die unter die Staatsgarantie fallende Mercedes Bank mit 5,4% für 12 Monate und die GE-Money-Bank mit 5,25%. Die GE-Money-Bank ist der Finanzableger des amerikanischen Großkonzerns General Electric.

Erste Banken senken die Tagesgeldzinsen

Die Entwicklung an den Kapitalmärkten haben erste Konsequenzen für Geldanleger. Die comdirect bank und die Netbank senken ihre begrüßungsangebote für Neukunden und teilweise auch für Bestandskunden.

Beim “TagesgeldPlus” erhalten Neukunden jetzt nur noch 4,5% Zinsen für die ersten 30.000 Euro. Das sind 0,5 % weniger als bisher. Bestandskunden erhalten mit 3,75 % ebenfalls weniger Zinsen. Hier wurde der Zins um 0,25% reduziert.

Ähnlich sieht es bei der Hamburger Netbank aus. Das bisherige Werbeangebot für Neukunden wurde gestrichen. Statt 5,1% für die ersten 6 Monate nach dem ersten Gehalteingang auf dem “giroLoyal” gibt es für alle Girokonto-Kunden “nur” noch 4%. Immer noch ein guter Wert.

Nachlassende Inflationssorgen wegen fallenden Energie- und Ölpreisen, dazu wachsende Konjunktursorgen liessen die Zinsen am Kapitalmarkt seit dem Sommer um über 0,5 % fallen. Und diese Zinsentwicklung könnte so weitergehen. Heute nachmittag wurde ein historisch deutlicher Zinsschritt der EZB bekanntgegeben. Um 0,75 % senkte die europäische Zentralbank die kurzfristigen Leitzinsen . Viele Händler hatten sogar noch mehr erwartet.

Damit wird der Druck auf die Banken noch größer, die eigenen Tagesgeldzinsen zu senken. Anderseits ist (auch wegen der Finanzkrise) der Wettbewerb um neue Kunden nirgendwo so groß wie in Deutschland. Dies dürfte trotz sinkendem Zinsniveau auch so bleiben, und dazu führen, dass viele Institute mit Zinssenkungen warten.

Tagesgelder werden immer beliebter

Der permanente Werbedruck der Banken scheint Wirkung zu zeigen. Geldanlage in Tagesgelder haben an Beliebtheit in der Bevölkerung im letzten Jahr deutlich zugelegt.

Neben gestiegenen Zinssätze dürfte auch die ständige Präsenz der Produktbotschaften dazu beigetragen haben, dass die Zahl der Neuabschlüsse für Tagesgeldkonten im ersten Quartal 2008 um 4% zu 2007 gestiegen sind. Nach einer Studie der GFK planen zu dem immer mehr Haushalte, diese Anlageform zu nutzen.

Wie die GfK mitteilte, gehöhren vor allem die Direktbanken zu den Gewinnern beim Tagesgeldgeschäft, die mit attraktiven Online-Angeboten meist besser kalkulieren können als herkömmliche Filialbanken. Insbesondere die Sparkassen mußten im Kampf um Kunden Verluste hinnehmen. Dagegen konnten die Genossenschaftsbanken ihre Marktposition bei Tagesgeld genau wie die Großbanken (Deutsche Bank, Dresdner Bank) und die Spezialbanken wie die Citibank behaupten.

Der harte Wettbewerb und das steigende ZInsniveau der letzten Monate hat die Aufholjagd der Tagesgelder zu den klassischen Anlageprodukten wie Sparbücher und Festgeldern beschleunigt. Auch das durch die Finanzmarktkrise nachlassende Interesse für Aktien und Fonds steigern das Interesse für die Kurzfristgeldanlage Tagesgeld.

Das GfK Finanzmarktpanel fand zudem heraus, das Tagesgeldkunden besonders gut informiert sind. Sie sind auch intensiv mit dem Thema Finanz- und Geldanlagen vertraut. In der Regel lassen sie sich einem Marktsegment zuordnen, das sich mit der privaten Vorsorge inklusive der Altersvorsorge gut auskennt. Als so genannte High-Involvement-Kunden interessieren sie sich verstärkt für finanzielle Angelegenheiten und regeln diese auch für sich selbst. Das heißt auch, dass die Tagesgeldkunden zunächst intensiv die Produkte vergleichen, bevor sie sich für eine Bank entscheiden. Und das empfiehlt sich auch, denn die meisten Banken versuchen die Kunden mit Lockangeboten zu ködern.

In der Regel werden für das erste halbe Jahr deutlich höhere Zinsen gezahlt. Bestandskunden erhalten meistens deutlich geringer Zinsen. Diese sind oft schwer in den Konditionstableaus und Tagesgeldvergleichen zu finden.