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Rabobank kommt mit Angebot für deutsche Privatkunden

Die genossenschaftlich organisierte Rabobank, Hollands Bank Nr. 1, steigt mit einem Angebot für Sparer in den Wettbewerb um deutsche Privatkunden ein. Die 1896 als landwirtschaftliche Genossenschaftsbank nach der Idee von Raiffeisen gegründete Bank ist international in 47 Ländern mit über 10 Millionen Kunden vertreten und verfügt über Einlagen in Höhe von rund 330 Milliarden Euro. In Deutschland ist die Rabobank seit 1984 in der Finanzierung von Firmenkunden aktiv, vor allem im Agrar- und Nahrungsmittelsektor. Die Rabobank ist einem aktuellen Ranking des Magazins „Global Finance“ zufolge die sicherste nicht-staatliche Bank der Welt. Außerdem erhält die Rabobank seit Jahren ununterbrochen Bestnoten der führenden Ratingagenturen und hat auch während der Finanzkrise keine Staatsgarantien in Anspruch genommen. „Damit treffen wir das Sicherheitsbedürfnis der für ihre hohe Sparneigung bekannten deutschen Anleger“, so Berry Marttin, Vorstand der Rabobank Group. „Gerade auch in Zeiten der europäischen Schuldenkrise ist die Rabobank ein sicherer Hafen, und wir können eine Zunahme sowohl bei den Einlagen als auch an der Loyalität unserer Kunden sehen“.

Für Berry Marttin, der unter anderem die internationalen Aktivitäten der Bank im Agrar- und Privatkundensektor verantwortet, ist der Schritt an den deutschen Markt ein natürlicher Weg, um die anerkannte Expertise als Spezialist für Sparer auszuweiten. In Holland hat die Rabobank 6,8 Millionen Privatkunden mit einem Sparanlagevolumen von 140 Milliarden Euro und ist mit einem Marktanteil von 39 Prozent Marktführer im Privatkundensektor. „Es ist für uns ein logischer Expansionsschritt“, so Marttin, „dass wir auch in Deutschland im Einlagengeschäft präsent sind und mit unserer langjährigen Erfahrung privaten Kunden die Möglichkeit geben, mit einem innovativen Sparansatz gute Zinsen zu erhalten“. Außerdem unterstreicht die nicht-börsennotierte Bank damit sowohl ihre Diversifizierungsstrategie als auch ihre grundsätzliche und nachhaltige Vorsorgestrategie in der Refinanzierung und baut in guten Zeiten weiter Strukturen auf, um langfristig die bereits heute in „Basel III“ zusammengefassten Eigenkapitalanforderungen zu erfüllen.

Online-Banking-Angebot für clevere Sparer
Das Privatkundenangebot erfolgt in Deutschland unter der Online-Banking-Marke RaboDirect. Mit dem Direktbankmodell hat die Rabobank bereits Erfahrung: In Belgien ist RaboDirect innerhalb von zehn Jahren zum Online-Marktführer aufgestiegen. Die Rabobank betreibt außerhalb Hollands au-ßerdem Direktbanking in Irland, Polen, Australien und Neuseeland. Sie konnte damit bislang über 500.000 Kunden gewinnen und verfügt über rund 19 Milliarden Euro an Spareinlagen.

RaboDirect startet in Deutschland zunächst mit Tagesgeld- und Sparanlagen. Geführt wird das Privatkundengeschäft von Klaus Vehns, der zuvor bereits in namhaften Direktbanken tätig war. RaboDirect zielt nicht nur auf Kunden anderer Onlinebanken, sondern will gezielt auch Menschen ansprechen, die Online-Banking noch nicht nutzen. „Wir bringen viel Erfahrung im Direkt¬banking nach Deutschland und wollen insbesondere auch Kunden von Banken und Sparkassen, die sich bislang mit niedrigen Sparzinsen zufriedengeben, für uns gewinnen. Als etablierte Bank entsprechen wir dem Sicherheitsbedürfnis traditioneller Sparer und den Ansprüchen junger, online-affiner Kunden an eine moderne Bank“, sagte Klaus Vehns.

Hohe Zinsen, transparentes Angebot und klare Kommunikation
RaboDirect bietet ein transparentes und klar strukturiertes Spektrum von Tagesgeld mit täglicher Verfügbarkeit, kurzfristigen Sparanlagen sowie langfristigen Festgeldanlagen an. „Unser Schwerpunkt liegt auf kurzfristigen Sparformen mit sehr attraktiven Zinssätzen,“ so Klaus Vehns, „denn die meisten Tagesgeldkunden benötigen ihr Spargeld überhaupt nicht tagesaktuell.“ Somit profitieren die Kunden von einem optimierten Sparansatz mit höheren Zinsen. Für Geld, das mit einer Vorlaufzeit von 30 Tagen verfügbar ist (RaboSpar 30), liegt der Zinssatz derzeit bei 2,55 Prozent, bei 90-tägiger Verfügbarkeit (RaboSpar 90) bei 2,7 Prozent. Auch das Rabo-Tagesgeld bietet mit 2,4 Prozent eine hohe Verzinsung – und die mit monatlicher Ausschüttung. Die Kunden profitieren also vom Zinseszinseffekt. „Das Besondere ist, dass unsere Kunden Tagesgeldanlagen und länger-fristige Sparanlagen flexibel kombinieren und so ihren Ertrag noch weiter steigern können. Diese innovativen Angebote unterscheidet uns von allen anderen Wettbewerbern.“

Mit ihrem Angebot will die neue Online-Direktbank neben hohen Zinsen auch ein Geschäftsgebaren nach Deutschland bringen, das sie von anderen Banken unterscheidet. „Typischen Werten der genossenschaftlichen Rabobank ist auch RaboDirect verpflichtet. Faire Konditionen, offene Kommunikation ohne versteckte Klauseln oder Lockangebote sowie geringe Kosten im Interesse der Kunden zählen dazu genauso wie das Ziel, mit einem Minimum an administrativem Aufwand und übersichtlichem Produktangebot größtmöglichen Nutzen für die Kunden zu bieten.“ Intensiver Kundendialog ist Teil dieses Selbstverständnisses. „Wir sind keine Niederlassung, son-dern Menschen“, betonte Vehns. Die Betreuung der deutschen Kunden durch ein neu gebildetes Team erfolgt ausschließlich in Frankfurt. Persönlicher Kontakt ist wichtig. „So wie beispielsweise in anderen Ländern, wo der Geschäftsführer regelmäßig persönlich Kunden anruft und sich über deren Bedürfnisse informiert, wollen wir auch in Deutschland mit unseren Kunden umgehen.“

Social-Media-Aktivitäten werden eine ergänzende Rolle im Kundendialog spielen und Impulse zur Befriedigung der Kundenbedürfnisse geben. Immer soll auch eine Spur der sympathischen holländischen Lockerheit und des Humors der Nachbarn vermittelt werden. „Die Marke RaboDirect“, so Vehns, „wollen wir so als Spezialist für cleveres Sparen etablieren. Wir werden mit holländischem Charme und dem Engagement unserers Teams zeigen, wie direkt Banking sein kann“.

Über RaboDirect – So direkt kann Banking sein
RaboDirect gehört zur genossenschaftlich organisierten holländischen Rabobank-Gruppe, der führenden Bank der Niederlande. Mit Sitz in Frankfurt ist RaboDirect Deutschland der fünfte internationale Geschäftsbereich der Rabobank im Online-Banking-Segment. Kunden in Deutschland bietet RaboDirect ein transparentes und klar strukturiertes Spektrum von Tagesgeld- und Sparanlagen an. Dies sind gegenwärtig vier Sparprodukte: RaboTagesgeld (mit täglicher Verfügbarkeit der Spareinlage), RaboSpar30 und 90 (mit neuartiger 30-bzw. 90-tägiger Verfügbarkeit) sowie RaboFestgeld für langfristige Anlagen. Die Betreuung der Kunden von RaboDirect Deutschland erfolgt online und per Telefon von Frankfurt aus. Mehr Informationen über RaboDirect finden Sie auf www.RaboDirect.de

Quelle: Pressemitteilung der Rabobank vom 20.06.2012

Eine weitere neue Tagesgeld-Bank: die Triodos-Bank

Nachdem wir bereits vor wenigen Wochen über den Start der noa-Bank berichtet haben, ist zwischenzeitlich die nächste Bank mit dem Focus Nachhaltigkeit an die deutschen Kunden herangetreten. Im November eröffnete die holländische Triodos-Bank ihre deutsche Bankniederlassung. Bisher war die Triodos-Bank in Deutschland lediglich mit einer Kredit-Agentur vertreten.

Die Triodos-Bank ist bereits seit 1980 aktiv und beschäftigt sich auch seitdem mit nachhaltigen Projekten. Laut Internetseite gehört die Triodos Bank zu den Ersten, die grüne Fonds auflegen. Außerdem zählt die Triodos-Bank nach eigenen Angaben zu den Pionieren im Bereich Mikrofinanz und legt als eines der ersten Finanzinstitute Mikrofinanzfonds für Entwicklungsländer auf.
Doch zahlt sich das nachhaltige Engagement auch für die Kunden aus? Auf der Webseite hat die Triodos-Bank einen Tagesgeldsatz von 1,5% veröffentlicht. Damit erreicht das niederlänidische Institut in den Tagesgeldvergleichen maximal Mittelfeldplätze. Da die Bank jedoch stark die nachhaltig orientierte Kundschaft ansprechen möchte, ist ein Konditionsvergleich mit ähnlich aufgestellten Banken wie der Umweltbank, GLS-Bank oder der noa-Bank sinnvoller.

Im Gegensatz zu vor kurzem vorgestellten noa-Bank sind die Tagesgeldzinssätze ebenfalls nicht überragend. Die noa-Bank bietet zur Zeit 2,2 % Zinsen. Vorteil zugunsten der Triodos-Bank ist jedoch, dass es trotz des jungen deutschen Ablegers um eine bereits seit 30 Jahren bestehende Bank handelt. Nachteil des neuen Tagesgeldanbieters gegenüber deutschen banken ist die niederländische Einlagensicherung mit maximal 100.000 Euro Absicherung pro Kunde. Gerade nach der Kaupthing-Pleite sind deutsche Anleger bei ausländischen Instituten vorsichtiger geworden.
Für Kunden, die ihr Geld in nachhaltigen Projekte investieren wollen und die auf die deutsche Einlagensicherung nicht verzichten möchten, könnte deshab die Nürnberger Umweltbank eine gute Alternative sein. Die Umwelbank bietet ähnliche Konditionen wie die Triodos-Bank. Sie gibt es bereits seit 15 Jahren und sie ist Mitglied des deutschen Einlagensicherungssystems.

Übrigens hatten wir bei der Vorstellung der noa-Bank versprochen, sie darüber zu informieren, wenn sich etwas bei der Verwendung der Anlagegelder bei der noa-Bank tut. Und tatsächlich: Seit kurzem sind die ersten 28.000 Euro als Kredit an Kunden im Thema „Region“ ausgegeben worden (Stand: 21.12.2009)

Savenext – superidee oder nur save nepp?

In Zeiten der Finanzkrise klingt das Angebot verlockend: renomierte deutsche Banken überbieten sich bei Savenext.de gegenseitig mit den Zinsen für die deutschen Geldanleger. Doch ist diese Zinsauktion wirklich so überragend? Finance-Blog.de hat das Angebot getestet:

Seit einigen Wochen gibt es dieses neue Geschäftsmodell auf dem Onlinefinanzdienstleistungsmarkt. Savenext wirbt damit, dass die Banken für die Geldanlage des Kunden Angebote abgeben. Der Kunde kann in Ruhe abwarten wie die Banken immer höhere Zinsenbieten. Erst wenn die Auktion endet kann er sich entscheiden, welches der Angebote er annimmt. Oder wenn ihm die Gebote nicht hoch genug sind, kann der Kunde auch gar kein Angebot annehmen.

Doch lohnt sich die Teilnahme an so einer Auktion überhaupt? Für die Nutzer einer Auktion lohnt sich das Angebot immer dann, wenn dabei wirklich die höchsten Zinsen herauskommen. Wenn die von der Bank gebotenen Zinsen nicht höher als deren Standardangebote sind, bringt die Auktion ja nichts. Dann kann der Kunde ja auch das Standardangebot der jeweiligen Bank in Anspruch nehmen. Bei einigen Banken wie z.B. der ING-Diba kann man dann noch zusätzliche Eröffungs- oder Werbeprämien kassieren. Zweite Voraussetzung für die Vorteilhaftigkeit ist, dass die von den Banken gebotenen Zinssätze auch die besten „normal“ erhältlichen Angebote schlagen. Nur dann hat der Kunde

Derzeit nehmen laut Savenext drei Banken an der Liveauktion teil. Die ING-DiBa, die Norisbank und die PSD-Bank Westfalen-Lippe. Beim Start der Auktion bot die ING-DiBa am Sonntag gleich einmal 2,5% also den Standardzinssatz für ein neues Extrakonto bei der ING-Diba. Die anderen beiden Banken waren nicht so schnell. Wahrscheinlich ist dort kein Automatismus hinterlegt.

Zum Ende der Auktion hatte noch die PSD Westfalen-Lippe einen Zinssatz von von 1,5%. Aber dies ist auch nicht mehr als der Standardzinssatz für das Dynamic-Cashkonto der PSD-Bank. Von der dritten angeblich teilnehmenden Bank erhielt ich gar kein Gebot.

Fazit: die Zinsauktion Savenext.de lohnt sich für die Kunden nicht. Wer gute Tagesgeldvergleiche wie Vergleich.de oder FMH.de nutzt, ist deutlich besser bedient.

Übrigens ist auffällig, dass es auf Savenext.de nur so von Rechtsschreibfehlern wimmelt. Da wird ein „r“ bei „mehr“ vergessen. Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle und die Mitteilung, dass das Angebot abgelaufen ist erscheint auf holländisch. Außerdem zeigte mir das System nach Ende der Aktion an, dass die Auktion noch aktiv wäre und noch weitere zwei tage läuft. Wirklich vertrauenserweckend ist das alles nicht!

Weitere Zinssenkungen für Tagesgeld nach Notenbankentscheid

Nach der letzten Senkung der Leitzinsen ziehen immer mehr Banken bei ihren Guthabenszinsen nach. Wir berichteten bereits über die Zinssenkungen des DKB-Cash-Kontos, der SKG-Bank sowie der Postbank bei der Sparcarddirect. Jetzt gaben weitere Banken Zinssenkungen bekannt. Finance-Blog.de gibt ihnen eine Übersicht der wichtigsten Änderungen:

ING-DiBa: Der reguläre Zins für das ING-DiBa Extrakonto beträgt von nun an 1,5% statt wie bisher 2,25% p.a. im Jahr. Neukunden für das Extra-Konto versucht die ING-DiBa mit einem Tankgutschein von 25 Euro zu locken.

1822direkt: Die Tochter der Frankfurter Sparkasse senkt den Zinssatz für ihr CashSkyline-Konto von 2,25% auf 1,75%. Für neue Einlagen, welche nicht von der Frankfurter Sparkasse oder der 1822direkt auf dasCashSkyline-Konto Konto überwiesen werden und in dem Monat vor der Kontoeröffnung nicht bei der 1822direkt angelegt waren, zahlt die 1822direkt allerdings bis 31.07. noch einen Zinszuschlag von 1,5 %.

Credit Europe Bank: Bei der Credit Europe Bank bekommen Neukunden noch satte 3,8 % Zinsen auf das Tagesgeld (Top Interestkonto) Bestandskunden erhalten sogar weiterhin 4% Zinsen. Die Credit Europe Bank unterliegt dem niedeländischen Einlagensicherungssystem. Laut Beschluss des niederländischen Finanzministeriums am 10.03.2009 wurde die Einlagengarantie für Sparanlagen auf 100.000 pro Person festgesetzt. Demnach sind Ihre Sparanlagen bei der Credit Europe Bank N.V. zu 100% bis 100.000 pro Person gesichert.

Norisbank: Die Norisbank wirbt mit “ mit der Top3-Garantie – auf Dauer unter den 3 Besten“. Rätzelhaft ist allerdings, wie die Norisbank dies mit aktuell 2,0 % Zinsen schafft. Wahrscheinlich liegt es an den geänderten Garantiebedingungen. Anfangs waren noch die 75 größten Banken in die Garantie eingebunden. Zur Zeit sind es nur noch die 10 größten Banken mit Tagesgeldangebot, bei denen auch nur der Durchschnitt der letzten 12 Monaten bewertet wird. – Alles ein Frage der Definition. Ob die Norisbank (ohne deren Mutterunternehmen Deutsche Bank) selbst in diesen (Garantie-)Kreis der 10 größten Banken zählt, darf bezweifelt werden.

Autobanken nehmen derzeit keine neue Kunden an

Gerade hatte ich noch gelobt, dass die Autobanken noch die besten Zinsen für Tagesgelder anbieten, da wird auch schon mitgeteilt, dass diese ab sofort keine neuen Kunden mehr annehmen.

Nach dem wegen vergleichsweise hoher Zinsen verursachtem Kundenansturm bietet die Mercedes-Benz-Bank vorerst keine Konten für Tages- und Festgeld mehr an. Bis auf weiteres werde es bei dem Institut keine Kontoeröffnungen mehr geben, sagte ein Sprecher gestern in Stuttgart. Lediglich alle Konto-Neuanträge, die bis zum 3. Februar eingegangen seien, würden noch berücksichtigt. In den vergangenen Wochen sei es zu einem beispiellosen Ansturm von Interessenten gekommen.

Auch Die BMW-Bank kündigte wegen des großen Kundenandrangs an, erst ab Mitte Februar wieder ein neues Festgeld-Konto anbieten zu wollen.

Netbank senkt Tagesgeldzinsen erneut

Nur gut zwei Wochen nach der letzten Senkung passt die Netbank ihre Konditionen für das Tagesgeld erneut nach unten an. Die treuen Bestandskunden erhalten für bei der Netbank angelegte Gelder nur noch 2,75 % Zinsen statt 3,3%aufs Tagesgeld. Auch Neukunden dürfen sich nur noch über Lockzinsen in Höhe von 3,8 „freuen“.

Mit der neuen Anpassung fällt die Hamburger Internetbank deutlich hinter Wettbewerber wie die ING-Diba, DKB oder die Autobanken zurück. Bis vor kurzem zahlte die Netbank noch mit 4% einen der höchsten Tagesgeldsätze für Kunden die auch ihr Girokonto bei der Direktbank unterhielten. Die Netbank reagiert mit der Konditionsänderung auf die letzte Leitzinssenkung. Neben dem Tagesgeld wurden auch die Zinsen für den Überziehungskredit auf 9,5% gesenkt.

Wirklich gute Zinssätze bieten noch die Autobanken – wie die BMW-Bank(3,7%), die fast ohne Nebenbedingungen hohe Tagesgeldzinsen anbieten. Eine gute Alternative ist auch die „SparCard 3000 plus direkt“ der Postbank die für dieses Onlinesparbuch den Zinssatz bisher unverändert bei 4,5% gelassen hat. Nachteil ist hier jedoch die eingeschränkte Verfügbarkeit. Mit der SparCard 3000 plus direkt kann man nur bar und 2.000 Euro pro Monat (vorschusszinsfrei) verfügen.

Auch die Netbank senkt die Tagesgeldzinsen

Die Zinssenkung der EZB war heute noch nicht verkündet, da senkte die Netbank bereits die Geldanlagezinsen. Gestern gab es für das Tagesgeld in Verbindung mit dem GiroLoyal der Netbank noch Zinsen in Höhe 4,0 %. Doch heute früh konnte ich in meinem Kundenlogin bei der Netbank entnehmen, das es für mein Erspartes ab sofort nur 3,3 % Zinsen gibt.

Für Neukunden, die ihr gehaltskonto zur Netbank verlegen, gibt es zumindest für einen Teil (50T) immerhin die ersten 6 Monate noch 4,5 % Zinsen. Allerdings frage ich mich, warum das Produkt GiroLoyal heist, wenn nur die Neukunden in den Genuss der hohen Zinsen kommen.

Fairerweise muß man sagen, das die Netbank mit ihren 3,3% so schlecht nicht ist. Bei der ING-DiBa gibt es nach der letzten Zinssenkung zum Jahresanfang für das Extrakonto für Bestandskunden lediglich 3 %. Aber jede Zinssenkung tut weh. Die tendenz bei den Tagesgeldzinsen wird auch in den kommenden Monaten eher nach unten gehen. Die EZB hat die Leitzinsen heute gerade auf 2% gesenkt. Dies ist der niedrigste Stand seit 2003 nachdem die Neue-Markt-Blase geplatzt war. Dagegen können sich Häuslebauer freuen. Denn die Kreditzinsen werden ebenfalls sinken.

ING-DiBa senkt die Zinsen zum 01.01.2009

Wie die ING-DiBa mitteilte werden die Zinsen für das beliebte Extra-Konto zum neuen Jahr. Für das Tagesgeldangebot der ING-DiBa gibt es im neuen jahr nur noch 3 % Zinsen. Damit ist die ING-DiBa die nächste Bank, die auf das gesunkene Zinsniveau am Kapitalmarkt reagiert. Von 3,5% Um 0,5% senkt die ING-DiBa den Zinssatz für das betsehende Einlagen auf dem Extra-Konto. In den Tagesgeldvergleichen dürfte die ING-DiBa damit weiter zurückfallen.

Die Zinsentwicklung führt (zumindest bei der ING-DiBa) auch zu günstigeren Kreditzinsen. Beim Privatkredit – dem Rahmenkredit der ING-DiBa – wird der Zinssatz ebenfalls um ca. 0,5% von 8% auf 7,49% gesenkt. Mit diesem Zinssatz setzt sich die ING-DiBa an die Spitze der Abrufkreditvergleiche.

Düstere Zeiten für Tagesgeldfreunde und Zinsjäger?

In der vergangenen Woche senkte die amerikanische Notenbank FED den kurzfristigen Leitzins faktisch auf Null. Einige Anleger nahmen sogar eine Negativrendite in Kauf, um lieber dem Staat als einer Bank das Geld zu geben. Sie zahlten also faktisch Zinsen dafür, dass der Staat 4 Wochen auf ihr Geld aufpasst. Auch die europäische Zentralbank (EZB) dürfte nach ihrer nächsten Sitzung im Januar die kurzfristigen Zinsen weiter senken.

Für Zinsjäger im Tagesgeldbereich sollten also düstere Zeiten anbrechen, sollte man meinen. Und tatsächlich sank seit dem vollen Ausbrechen der Finanz- und Wirtschaftskrise der Index für Festgelder von 4,7 % um fast 1 Prozent auf 3,9 %. Und dieser Trend dürfte sich fortsetzen. Die Renditen auf den Anleihemärkten sanken in den letzten Wochen stetig.

Doch bei genauerem Hinsehen ist die Situation gar nicht so schlecht. Denn mit der Krise der Wirtschaft sanken in den letzten Monaten auch die Preise für Rohstoffe. Vor allem das Öl gab drastisch nach. Während der Höchststand im Frühjahr noch bei 147 Dollar lag, fiel die Notierung mittlerweile auf teilweise unter 40 Euro und damit ein 6 Jahrestief. Damit verbilligte sich der größte Preistreiber der letzten Jahre und zog die Inflationsrate von über 3% auf deutlich unter 2%. Für Tagesgeld und Anleihen bedeutet dies, dass „real“ von den geringeren Zinsen mehr übrig bleibt.

Wer im Sommer eine Rendite von 4% bei Anleihen erzielte dem frass die Inflation so viel weg, dass am Ende nur eine reale Rendite von unter einem Prozent übrig blieb. Heute bleibt den Anlegern trotz geringerer Zinssätze mehr als doppelt so viel. Nur leider merken viele Menschen dies nicht. Die nominalen Zinssätze sind im Bewußtsein viel stärker verankert als der stete Wertverfall des Geldes. Sicher wir Verbraucher haben in den letzten drei Jahren immer wieder unter den steigenden Benzinpreisen gelitten. Auch über die täglichen Preiserhöhungen in vielen Bereichen ärgern wir uns, aber nach wenigen Wochen ist den meisten von uns der Wertverlust wieder aus dem Bewußtsein verschwunden.

Wer noch Geld in der Hinterhand hat und auf Sicherheit setzt, sollte jetzt aber zugreifen und sich das jetzige Ninsniveau sichern. Wer Festgelder vergleicht kann sich jetzt noch für 12 bis 24 Monate Festgelder für um die 4% sichern. Ganz weit vorne sind die unter die Staatsgarantie fallende Mercedes Bank mit 5,4% für 12 Monate und die GE-Money-Bank mit 5,25%. Die GE-Money-Bank ist der Finanzableger des amerikanischen Großkonzerns General Electric.

Erste Banken senken die Tagesgeldzinsen

Die Entwicklung an den Kapitalmärkten haben erste Konsequenzen für Geldanleger. Die comdirect bank und die Netbank senken ihre begrüßungsangebote für Neukunden und teilweise auch für Bestandskunden.

Beim „TagesgeldPlus“ erhalten Neukunden jetzt nur noch 4,5% Zinsen für die ersten 30.000 Euro. Das sind 0,5 % weniger als bisher. Bestandskunden erhalten mit 3,75 % ebenfalls weniger Zinsen. Hier wurde der Zins um 0,25% reduziert.

Ähnlich sieht es bei der Hamburger Netbank aus. Das bisherige Werbeangebot für Neukunden wurde gestrichen. Statt 5,1% für die ersten 6 Monate nach dem ersten Gehalteingang auf dem „giroLoyal“ gibt es für alle Girokonto-Kunden „nur“ noch 4%. Immer noch ein guter Wert.

Nachlassende Inflationssorgen wegen fallenden Energie- und Ölpreisen, dazu wachsende Konjunktursorgen liessen die Zinsen am Kapitalmarkt seit dem Sommer um über 0,5 % fallen. Und diese Zinsentwicklung könnte so weitergehen. Heute nachmittag wurde ein historisch deutlicher Zinsschritt der EZB bekanntgegeben. Um 0,75 % senkte die europäische Zentralbank die kurzfristigen Leitzinsen . Viele Händler hatten sogar noch mehr erwartet.

Damit wird der Druck auf die Banken noch größer, die eigenen Tagesgeldzinsen zu senken. Anderseits ist (auch wegen der Finanzkrise) der Wettbewerb um neue Kunden nirgendwo so groß wie in Deutschland. Dies dürfte trotz sinkendem Zinsniveau auch so bleiben, und dazu führen, dass viele Institute mit Zinssenkungen warten.