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Sparda-Bank West darf nicht mit kostenlosen Girokonto werben

Das Landgericht Düsseldorf untersagte auf Antrag der Wettbewerbszentrale der Sparda-Bank West eG in Nordrhein-Westfalen die Werbung als irreführend, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag bestätigte (Az. 38 O 68/16). Der Grund für diese Entscheidung lag darin, dass die Bank keine direkte Kontogebühr nimmt,seit Anfang April 2016 für die Ausstellung einer Girocard eine jährliche Gebühr von 10 Euro einführte. Mit der Karte können die Kunden am Automaten Geld abheben, die Selbstbedienungsterminals nutzen und Kontoauszüge ausdrucken.

Aus Sicht der Wettbewerbszentrale hat das Urteil Bedeutung für die gesamte Branche, „weil es dem Versuch, Kosten zu verstecken oder durch die Hintertür einzuführen, eine klare Absage erteilt“. Die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Deutsche Kreditwirtschaft führt neues Markenzeichen girogo für das kontaktlose Bezahlen ein

Mit girogo führt die Deutsche Kreditwirtschaft ein neues gemeinsames Markenzeichen für die neue Funktion des kontaktlosen Bezahlens mit der Bank- oder Sparkassenkarte ein. Die deutschen Kreditinstitute starten zugleich das größte Pilotprojekt Europas zum kontaktlosen Bezahlen im Großraum Hannover, erweitert um die Städte Braunschweig und Wolfsburg. Über 1,3 Millionen Kunden der Banken und Sparkassen können in diesen Regionen ab Mitte April 2012 im teilnehmenden Einzelhandel und an Tankstellen in weniger als einer Sekunde Beträge bis 20 Euro schnell und bequem kontaktlos über ihren Prepaid-Chip auf ihrer girocard fast im Vorbeigehen an der Kasse bezahlen.

Als wichtiger neuer Handelspartner für das Pilotprojekt der Deutschen Kreditwirtschaft wurde der Lebensmitteleinzelhändler EDEKA gewonnen, der am 10. Januar 2012 seine Teilnahme final zugesagt hat. Die ersten Unternehmen, die ihre Teilnahme angekündigt hatten, sind Esso Tankstellen und die Douglas Parfümerien sowie die ebenfalls zur Douglas Holding gehörenden Filialen von Thalia, Christ, AppelrathCüpper und Hussel. Für den Handel ist das Bezahlverfahren attraktiv. Anliegen des großflächigen Pilotprojekts der Deutschen Kreditwirtschaft ist es, dass der Handel und alle weiteren einbezogenen Partner Erfahrungen mit dem Angebot des neuen Bezahlverfahrens sammeln können. Im Vordergrund steht dabei, für eine optimale Nutzerfreundlichkeit zu sorgen. Ziel des Pilotprojekts ist es, unter realen Bedingungen das kontaktlose Bezahlen mit der Bank- oder Sparkassenkarte – zunächst in der Prepaid-Anwendung auf dem GeldKarte-Chip – im Zeitraum von circa einem Jahr großflächig zu erproben.

Die Kunden erwartet mit girogo ein schnelleres und bequemeres Bezahlen an der Kasse. Nicht nur das Suchen nach passendem Kleingeld entfällt. Auch das herkömmliche Stecken der Karte wird überflüssig. Anders als bei der kontaktbehafteten Zahlung braucht der Kunde seine Bank- oder Sparkassenkarte bei einem Betrag bis zu 20 Euro nicht mehr aus der Hand zu geben. Die Zahlung erfolgt über die Prepaidfunktion des Chip durch das Halten der Karte vor das Bezahlterminal und ohne Eingabe einer PIN. Es gelten dabei die hohen Sicherheitsstandards der Deutschen Kreditwirtschaft.

„Von der kontaktlosen girogo-Funktion versprechen wir uns langfristig eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Nahezu jeder Kunde hat bereits eine Bank- oder Sparkassenkarte in der Tasche und den Bezahlverfahren der Deutschen Kreditwirtschaft wird seit langem großes Vertrauen entgegengebracht. Mit der girogo-Funktion erweitern wir die bekannte Kartenzahlung mit girocard um eine attraktive und zukunftsweisende Option im Kleingeldbereich. Die Prepaid-Anwendung auf dem GeldKarte-Chip ist dabei der erste Schritt“, erklärt Dr. Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) als Federführer für die Deutsche Kreditwirtschaft. Auf mittlere Sicht strebe die Deutsche Kreditwirtschaft an, das kontaktlose Bezahlen auch für die electronic cash-Funktion der girocard zu realisieren.

Mit der breiten Infrastruktur der Deutschen Kreditwirtschaft kann die Prepaid-Anwendung bundesweit flächendeckend geladen werden. An allen deutschen Geldautomaten, an speziellen GeldKarte-Ladeterminals oder im Internet mit einem Chipkartenleser (erhältlich bei der eigenen Bank oder Sparkasse) ist das Laden bis zu einem Gesamtguthaben von 200 Euro möglich. Um die girogo-Funktion für den Kunden noch bequemer zu gestalten, werden in der Pilotregion auch attraktive neue Ladevarianten im Einzelhandel angeboten. So bieten die teilnehmenden Sparkassen erstmals auch Lademöglichkeiten im Handel: Eine SparkassenCard mit girogo kann bei ausgewählten Einzelhändlern mit Eingabe der PIN aufgeladen werden. Darüber hinaus bietet sie die Möglichkeit, ein Abo-Laden zu vereinbaren. Jedes Mal, wenn das Guthaben auf der Karte beim Bezahlen unter einen bestimmen Betrag sinkt, wird automatisch ein festgelegter Betrag aufgeladen.

Das Interesse im Handel am neuen Bezahlverfahren ist groß. EDEKA Minden-Hannover wird als Marktführer in der Region Hannover, Braunschweig, Wolfsburg im ersten Schritt mit gut 100 Märkten unterschiedlicher Formate an dem Pilotprojekt teilnehmen. Sukzessive wird EDEKA weitere Märkte in der Region aufschalten; bis Ende Mai 2012 werden es 250 sein. „Unsere Kunden profitieren beim kontaktlosen Bezahlen durch deutlich kürzere Wartezeiten an der Kasse“, so Wolfgang Mücher, Vorstand EDEKA Minden-Hannover. „Das neue Verfahren kommt insbesondere Kunden mit kleinem Einkauf und Verbrauchern in den Innenstädten entgegen, die sich in den Pausen oder vor der Arbeit mit Snacks und Getränken versorgen.“ Vorteile sieht Mücher auch für den Einzelhandel, der perspektivisch den Aufwand für die Bereitstellung und Entsorgung von Bargeld minimieren könne.

Das Bezahlen mit girogo ist um bis zu 25 Prozent schneller als eine herkömmliche Kartenzahlung und doppelt so schnell wie Bargeld. Das erhöht den Durchsatz an der Kasse und verkürzt gleichzeitig die Wartezeit für den Kunden. Als Prepaid-Lösung bietet girogo eine Zahlungsgarantie für den akzeptierenden Händler. Die Zahlungen werden nach Einreichung unverzüglich auf dem Händlerkonto gutgeschrieben. Weitere Vorteile aus Händlersicht sind ein reduziertes Kleingeldaufkommen und geringere Ausgaben für das Bargeldhandling.

Die Deutsche Kreditwirtschaft erwartet einen erfolgreichen Projektstart und ist sich sicher, den Marktstandard für kontaktloses Bezahlen gesetzt zu haben.

Das Logo girogo ist auf der Internetseite www.die-deutschekreditwirtschaft. de abgebildet. Als druckfähige Datei steht es unter www.bvr.de, Presse, Bildarchiv zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes Deutscher Banken vom 11.01.2012

Commerzbankkunden kriegen 6 Tage lang kein Geld

Lange hat es gedauert aber jetzt ist es soweit: die IT-Systeme der Commerzbank wird mit dem der ehemaligen Dresdner Bank zusammengeführt.  Für die Kunden der Commerzbank ist das mit allerlei Unannehmlichkeiten verbunden. Sowohl am kommenden Wochenende als auch über Ostern stehen fast sämtliche IT-Systeme den Kunden nicht zur Verfügung.  An insgesamt sechs Tagen, lassen sich Bankgeschäfte weder am Telefon noch im Internet abschließen. Auch an den Selbstbedienungsautomaten gibt es weder Kontoauszüge, noch sind Überweisungen möglich.

Für einige Kunden ist auch das Bezahlen mit ihrer Girocard nicht möglich. Gegenüber dem Handelsblatt bezifferte ein Sprecher die Zahl der betroffenen Kunden mit ca. 140.000. Weitere Details wurden nicht genannt. Die betroffenen Kunden seinen persönlich angeschrieben worden.

Angesichts der größe des Projektes äußern IT-Experten Verständnis für die Einschränkungen. Schließlich ist es eines der größten IT-Projekte, die es bisher in der deutschen Bankenszene gab. 11 Millionen Kunden der vormals eigenständigen Banken sollen auf eine einheitliche IT-Plattform gehoben werden.

Neuer Geldautomaten-Preisradar im Internet

Die ING-DiBa startet in ihrem Verbraucherportal www.finanzversteher.de ein Geldautomaten-Preisradar. Bankkunden können dort ab sofort die Gebühren eintragen, die fremde Geldinstitute von ihnen verlangen, wenn sie deren Geldautomaten mit der EC-Karte nutzen. Der Hintergrund: Seit dem 15. Januar bestimmt allein die den
Geldautomaten betreibende Bank, was fremde Kunden für das Geldabheben mit der EC-Karte zahlen müssen. Gleichzeitig muss das Institut entweder im Display oder per Aufkleber am Automaten darüber informieren, wie hoch der Preis ist. Für eigene Kunden oder solche der gleichen Bankengruppe fallen dagegen keine Zusatzgebühren an.

Wie funktioniert das Preisradar?

Das unter der Webadresse „blog.finanzversteher.de/preisradar“ abrufbare Preisradar setzt auf die aktive Beteiligung der Nutzer. Mehr als 30.000 Geldautomaten sind mit ihrem Standort bereits erfasst. Sobald jemand den Preis einer Bank fürs Geldabheben einträgt, wird dieser für alle Nutzer sichtbar. Weitere Automaten können ebenfalls eingetragen werden. Wer auf der Suche nach einem Geldautomaten ist, kann sich entweder nur die Automaten seiner eigenen Institutsgruppe oder auch die Automaten anderer Banken anzeigen lassen. Und das mit den Preisen, die andere Nutzer bereits eingetragen haben. Wer unterwegs einen Geldautomaten sucht, kann sich
per Geo-Location die günstigsten Automaten in seiner Nähe anzeigen lassen.

Geldinstitute verlangen weiterhin höchst unterschiedliche Gebühren

Nach der Kritik des Bundeskartellamts an der bisherigen Gebührenpraxis haben sich die privaten Banken dazu entschlossen, fremden Kunden ab dem 15. Januar für das Geldabheben am Automaten per EC-Karte einheitlich 1,95 Euro zu berechnen. Ersten Untersuchungen zufolge wird es dagegen bei Sparkassen und genossenschaftlichen
Banken weiterhin Preise von bis zu 7,50 Euro und große regionale Unterschiede geben. Hier soll das Geldautomaten-Preisradar Durchblick im Gebührendschungel bringen und Bankkunden unnötige Wege zu teuren Geldautomaten ersparen.

Quelle: Pressemitteilung der ING-DiBa vom 17.01.2011

Geldautomatengebühren werden jetzt angezeigt (und billiger!)

Finance-Blog.de berichtete schön öfter die die aktuellen Entwicklungen im Geldautomatenstreit. Ab heute gibt es eine neue Entwicklung. Alle Banken werden direkt beim Abheben anzeigen, wie hoch die Gebühren für den Kunden sind. Damit zeichnet sich ab, dass die Gebühren für das „Fremdgehen“ an Automaten sinkt. Wer an einem Automaten der eigenen Bankengruppe

Die Privatbanken werden ab heute einheitlich 1,95 € für die Bargeldabhebung von Fremdkunden kassieren. Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die gemeinsam das größte Netz betreiben, werden künftig Gebühren bis zu 5 Euro verlangt. Das ist weniger als bisher: bis heute nahmen einzelne Institute der beiden Banken(automaten)gruppen teilweise über 10 Euro. Grundsätzlich enscheiden die jeweiligen Sparkassen und Genossenschaftsbanken selbst, wie hoch die Gebühren an den eigenen Geldautomaten sind.

Postbank senkt Geldeingangsgrenze für kostenloses Girokonto auf 1.000 Euro

Die Postbank senkt zum 1. April die Freigrenze für die entgeltfreie Kontoführung bei ihrem Girokontomodell „Postbank Giro plus“ auf 1.000 Euro pro Monat. Bisher lag die Grenze bei 1.250 Euro. (Quelle: Pressemitteilung der Postbank vom 26.02.2010.)

Damit setzt die Postbank die Neuausrichtung ihres Privatkundengeschäftes weiter konsequent um. Ziel der Bonner Bank ist es, sich mit ihrem Produktangebot noch mehr auf den Grundbedarf der Kunden zu konzentrieren. Dazu gehört auch ein preisgünstiges Girokonto. Mit der Verbesserung beim Girokonto und der bereits erfolgten Vereinfachung der Produktpalette im Spar- und Fondsbereich kehrt die Postbank zu ihren Wurzeln als Anbieter klarer, transparenter und günstiger Bankprodukte zurück.

Die Postbank hat bereits 1998 als erstes großes Kreditinstitut das kostenlose Girokonto auf den Markt gebracht. Aktuell führen fast fünf Millionen Kunden ihr Girokonto bei der Postbank. Rund eine Viertelmillion Girokunden mehr profitieren ab April von der neuen Geldeingangsgrenze und führen ihr Girokonto zukünftig zum Nulltarif. Zum Geldeingang zählen alle bargeldlosen Zahlungseingänge wie Gehalt, Bezüge oder Rente. Das Girokonto der Postbank bleibt damit im Marktvergleich eines der preisgünstigsten.

Im Rahmen ihres Strategieprogramms „Postbank4Future“ will die Postbank ihre Angebotspalette straffen. So sollen die Sparangebote DAX-Sparbuch, Börsensieger, Sparen 3000plus und Quartal-Sparen aus dem Angebot herausgenommen werden. Auch bei Altersvorsorgeprodukten und Kreditkarten sollen die Produkte weniger werden. Außerdem möchte die Bank das Beschwerdemanagement verbessern. „Wir wollen für unsere Kunden leichter und schneller ansprechbar sein und ihnen schon im Erstgespräch fallabschließende Problemlösungen anbieten. Das erreichen wir über eine kompetente und qualifizierte Ausrichtung unseres Reklamationsmanagements“, sagte der Vorstandsvorsitzender der Postbank, Stefan Jütte. Mit welchen Massnahmen dies erreicht werden soll ließ der Postbankvorstand noch offen.

Gebühren für fremde Geldautomaten sind erneut gestiegen

Die Abzocke geht weiter: wie die Finanzberatung Max Herbst (FMH) in einer aktuellen Studie ist das Geldabheben bei fremden Automaten deutlich teurer geworden.  Die Banken verlangen im Schnitt einen Mindestsatz von 5,64 Euro pro Vorgang.  Damit stiegen die Geldautomatengebühren innerhalb von nur sechs Monaten um fast 13 Prozent. Einige Institute verdoppelten in diesem Zeitraum sogar ihre Sätze auf mindestens zehn Euro pro Abhebevorgang. Vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken langen kräftig zu. „Die Gebühren entsprechen nicht dem Aufwand und für einen Preisanstieg gibt es nicht den geringsten Grund“, kritisiert Frank Pauli, Experte für Banken beim Verbraucherzentrale Bundesverband.
Im Herbst mussten alle Banken auf Weisung der EU ihre Geschäftsbedingungen ändern. Dieses Gelegenheit ließen sich laut FMH-Studie ein Fünftel der knapp 200 untersuchten Banken nicht entgehen, um das Entgelt für Abhebungen an verbundfremden Automaten zu erhöhen. Die Sparda Bank Hannover verdoppelte ihre Sätze auf jetzt mindestens acht Euro pro Vorgang. Die Volksbank Kaiserslautern Nordwestpfalz verlangt von Kunden, die an Commerzbank-Automaten ziehen, jetzt zehn statt früher fünf Euro. Die PSD Bank Hessen Thüringen hat die Sätze für Kunden, die Automaten von ING-Diba, SEB oder Postbank nutzen, beinahe verdreifacht. Jetzt werden mindestens zehn Euro fällig. Auch eine Menge Sparkassen haben sich an den Erhöhungen beteiligt. Demgegenüber stehen laut FMH lediglich 60 Cent an Aufwand pro Vorgang.

In Bezug auf die Bargeldversorgung machten die Sparkassen ja bereits mit der Auseinandersetzung mit den Direktbanken von sich reden.  Da die Direktbanken ihre Kunden kostenlos über die Kreditkarten mit Bargeld versorgen, wollen die Sparkassen die Direktbanken vom Geldautomatennetz der Sparkassen ausschließen. Laut Finanztest haben bereits 80 Sparkassen Fremdkunden zumindest teilweise ausgesperrt. Dadurch wird es weniger attraktiv, das Girokonto zu einer der Direktbanken zu verlegen. Mittelfristig könnte das Kreditkartenmodell wegen des Streites möglicherwiese nicht mehr funktioniern.
Grundsätzlich legen die Hausbanken der Kunden die Gebührenhöhe fest. Wer als Kunde also wissen möchte, wieviel er für ein eventuellen „fremdgehen“ bezahlen muß, sollte also seinen Bankberater fragen. Wer die Gebühren für das Geldabheben sparen möchte, sollte immer die Automaten des Verbundes der eigenen Hausbank nutzen. Insgesamt gibt es vier größere Gelautomatenverbünde. Die meisten kostenfreien Geräte bieten mit einer Stärke von mehr als 25 700 Automaten die Sparkassen. Knapp dahinter liegen die Genossenschaftsbanken mit dem Bankcard-Servicenetz, welches rund 18 600 Geldautomaten umfasst. Die Cashgroup, eine Organisation der großen Privatbanken wie Deutsche Bank, Commerzbank oder Postbank bietet immerhin noch 7 000 eigene Automaten. Die geringste Auswahl bietet der Bankenverbund Cashpool. Unter anderem Kunden der Citibank, Netbank, Santander Consumer Bank oder der SEB müssen sich mit rund 2 500 Automaten deutschlandweit begnügen. Doch ob man die Wahl des Kreditinstituts von der Zahl der geldautomaten abhäng macht, sollte gut überlegt sein. Wer nicht permanent herumreist holt doch in der Regel immer an den selben Automaten ab. Und über Internet, Handy etc. kann man sich heute schnell den nächsten Automaten anzeigen lassen. Selbst bei nur 2.500 Automaten findet man dort meistens einen gebührenfreien Automaten.

Neue Regeln für Girokonten

Seit dem 1. November sind neuen allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Banken in Kraft. Die Regeln betreffen Überweisungen, Lastschriften und die Haftung bei Missbrauch von Bankkarten und Online-Banking. Neue EU-Vorschriften machten die Änderungen notwendig. Da sicher nicht alle Kunden sich die neuen AGB der Banken intensiv durchgelesen haben, fasst Finance-Blog.de die wichtigsten Änderungen zusammen:
Worauf sollten Sie künftig bei Überweisungen und Co. achten:

1. Schnellere Überweisung

Bei Zahlungen innerhalb von Deutschland (z.B. bei Onlineüberweisungen) galt bisher eine Frist von 3 Bankarbeitstagen. Bei schriftlicher Einreichung musste man mit vier Geschäftstagen rechnen. Diese Fristen müssen die Banken nun im gesamten Euro-Zahlungsverkehrsraum einhalten.
Ab 2012 ist europaweit eine Frist von maximal 2 Geschäftstagen vorgesehen. Dies gilt für Überweisungen, Kartenzahlungen und Lastschriften.

2. Lastschriften europaweit

Lastschriftverfahren sind nun für Zahlungen innerhalb des gesamten europäischen Binnenmarkts möglich. So kann der Besitzer eines Ferienhauses in Dänemark die dafür anfallenden Stromkosten vom deutschen Girokonto abbuchen lassen. Einige Banken haben bereits die so genannte Sepa-Lastschrift eingeführt, die das einfache Abbuchen innerhalb der EU-Grenzen ermöglicht. Allerdings haben noch nicht alle Banken die Sepa-Lastschrift eingeführt.

3. Kein Namensabgleich

Bisher galt in Deutschland, dass es Namenskonten gibt. Bei Überweisungen war es deshalb bisher üblich, dass die Banken den Empfänger mit der Kontonummer abglichen. Im Zweifelsfall wurde das Geld dann auch schon mal zurückgegeben. Ab sofort sind bei Überweisungen sind nur noch Kontonummer und Bankleitzahl maßgeblich, egal ob online, per Terminal oder Beleg überwiesen wird. Für die richtigen Angaben haften nun die Kunden, die bei Zahlendrehern auf die Kulanz der Banken hoffen müssen. Sie müssen also noch größere Sorgfalt beim Ausfüllen der Überweisungsträger walten lassen!

4. Kein Widerruf

Auch ein Widerruf der Überweisung ist nicht mehr möglich, wenn sie einmal bei der Filiale oder in den Computern gelandet ist. Auch sofort entdeckte Fehler können dann grundsätzlich nicht mehr korrigiert werden. Der Kunde kann nur noch auf die Kulanz des Kreditinstituts setzen. Ansonsten bleibt ihm nur, das Geld direkt beim unrechtmäßigen Empfänger zurückfordern – und wenn dieser nicht reagiert kann es lange dauern, bis das Geld wieder beim rechtmäigen Eigentümer ist.

5. Haftung bei Kartenverlust

Auf die Kulanz der Institute muss nach der neuen Regelung auch hoffen, wer seine Bankkarte verliert. Der Kunde muss künftig bis zu 150,00 Euro des Schadens selber tragen. Sparkassen, Genossenschaftsbanken und einige Privatbanken haben allerdings mitgeteilt, dass sie über den gesetzlichen Rahmen hinausgehen und dem Kunden den Schaden voll ersetzen. Das gilt jedoch nicht, wenn der Kunde grob fahrlässig mit seiner Geheimnummer umgeht. Dann haftet er für den gesamten Schaden – zumindest bis zu dem Betrag, über den er pro Tag verfügen kann.

6. Haftung bei Online-Missbrauch

Der Selbstbehalt gilt auch beim Verlust der Transaktionsnummern (TAN) fürs Online-Banking. Ein grob fahrlässiger Umgang mit der TAN-Liste zieht die Haftung für Schäden über 150,00 Euro hinaus nach sich.
In kritischen Fällen sollte man deshalb das Konto unverzüglich telefonisch oder auch online sperren.

Neues im Geldautomatenstreit der Sparkassen mit den Direktbanken!

Wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) mitteilte, sind Sparkassen nicht verpflichtet Kunden von Direktbanken die Nutzung von Geldautomaten der Sparkassen zu erlauben. In dem Verfahren des Landgerichts München zur Sperrung von Geldautomaten für Visa-Karten mehrerer Direktbanken zwischen einer Sparkasse und der ING-Diba, Citibank und Volkswagenbank AG habe das Gericht die Klage der Direktbanken in allen Punkten abgewiesen. Die Kunden der genannten Direktbanken müssen sich also darauf einstellen, mit ihrer Visa-Card künftig kein Bargeld merh bei vielen Sparkassen abheben zu können.
[aad]Bereits im letzten Jahr kochte der Streit über die Bargeldversorgung der Direktbanken über die Geldautomaten der Filialbanken hoch. Finance-Blog.de berichtete damals in mehreren Artikeln über diese Entwicklung. Insbesondere die Sparkassen sahen es nicht mehr ein, die hohen Infrastrukturkosten für die Bargeldversorgung ihrer Kunden zu tragen, während die Direktbanken diese Infrastruktur quasi als Trittbrettfahrer nutzen. Ein DSGV-Sprecher sagte, das Urteil mache deutlich, dass viele Direktbanken ihr Versprechen einer sicheren Bargeldversorgung für ihre Kunden nicht aus eigener Kraft erfüllen können. Während bei Kunden die Geld mit der ec-/Maestro-Karte abheben, die Institute dafür 4,50 EUR , erhalten, bezahlen die Direktbanken bei einer Automatennutzung ihrer Kunden lediglich 1,74 Euro.
Vor einem Jahr hatte Landgericht Heilbronn die Sperrung der Geldautomaten für Visa-Karten anderer Banken durch die Kreissparkasse Heilbronn für rechtswidrig erklärt (Az.: 21 O 135/08). Das Gericht sah damals in der Sperrung einen Verstoß gegen Paragraf 4 Nr. 10 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Betroffen waren davon Kunden u.a. von Citibank, ING-Diba, und Volkswagen Bank.

Bargeld an der Tankstelle

Das ist doch mal was anderes: Bisher konnte man an der Tankstelle eine Menge Geld lassen. Ab sofort kann man dort auch Geld holen. Denn Postbank-Kunden können mit ihrer EC-Karte jetzt kostenlos Bargeld an Shell-Tankstellen abheben.

1300 Shell-Stationen sollen den 7,5 Millionen Postbank-Kunden diesen Service bis Mitte des kommenden Jahres anbieten. Die Kunden bräuchten ihre Postbank-Giro- oder Sparcard sowie ihre persönliche Geheimzahl, um an das Geld zu kommen, sagte ein Postbank-Sprecher. Die Auszahlungen werden durch spezielle Automaten vorgenommen, die durch die Tankstellenkassierer bedinet werden.

Zunächst sind einige Tankstellen in Hamburg mit der nötigen Technik ausgestattet worden. Demnächst werden Stationen in anderen großen deutschen Städten wie Berlin, München, Düsseldorf oder Stuttgart hinzukommen. Bis zum Jahresende sollen sich Postbank-Kunden dann bei deutschlandweit 600 Tankstellen mit Bargeld versorgen können.

Bereits seit 2003 bietet die Supermarkt-Kette Rewe ihren Kunden in Rewe- und Penny-Märkten an. Dort können die Kunden bis zu 200 Euro abheben.