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Seit dem Jahr 2000 gab es 15 Bankpleiten in Deutschland

In einer Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/12933) teilt die Bundesregierung mit, dass 15 Banken in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends Pleite gegangen sind.

Betroffen waren nach diesen Angaben folgende Unternehmen: systracom Bank, Bankhaus Partin GmbH & Ci KGaA, AHAG Wertpapierhandelsbank AG, BKmU Bank AG, Gontard & Metallbank AG, A & A Actienbank AG, Guthmann & Roth AG, BFI Bank AG, DBH Brokerhaus AG, Fritz Nols Global Equity Services AG, Phoenix Kapitaldienst GmbH, Berliner Bürgschaftsbank AG, Privatbank Reithinger GmbH & Co. KG, Lehman Brothers Bankhaus AG und die Weserbank AG. Die Finanzmarktstabilisierungsanstalt habe der Sicherungsgesellschaft deutscher Banken (SdB) eine Garantie gewährt, um eine zeitnahe und vollständige Entschädigung der Lehman-Gläubiger zu ermöglichen. „Sollte eine solche Konstellation erneut auftreten, werden die zuständigen Stellen die Art der Vorgehensweise nach pflichtgemäßem Ermessen prüfen“, schreibt die Bundesregierung.

Weiter teilt die Regierung mit, dass gegenwärtig bei der Concord Investmenbank AG, der Concord Financial Intermediary GmbH und der NCS mobile payment GmbH Verfahren auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens laufen würden. Gegen die Deutschland-Niederlassung der Kaupthing Bank laufe ein Verfahren nach Paragraf 46a Kreditwesengesetz. Die Vorschrift beinhaltet unter anderem ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot für das betroffene Institut sowie die Schließung für den Verkehr mit der Kundschaft. Die gesamte Antwort hat die Bundesregierung als PDF veröffentlicht: 15 Bankpleiten in Deutschland.

Quelle: Deutscher Bundestag; Parlamentskorrespondenz, PuK 2; www.bundestag.de

Einlagensicherung: Entschädigung der Lehman Brothers-Einleger angelaufen

Entschädigung der Lehman-Einleger angelaufen – so titelte eine Pressemitteilung des Bundesverbandes deutscher Banken Mitte der vergangenen Woche. Doch was wie ein Befreiungsschlag für alle Lehman-Geschädigten klingt, ist keine wirkliche Freudenmitteilung.

Gemeint sind nämlich lediglich Käufer von Sparbriefen. Bei diesen hat der Einlagensicherungsfonds mit der Entschädigung der Einleger der Lehman Brothers Bankhaus Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, begonnen. Vom 4. Feburar an werden die entsprechenden Briefe an die Einleger versendet.

Geschützt sind allerdings nur Kundeneinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe im Rahmen des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes von der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken und darüber hinaus vom Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. im Rahmen seines Statuts. Die Sicherungsgrenze beträgt 285.105.000 je Einleger. Für alle Käufer von Lehmann-Zertifikaten heißt es leider weiterhin: das Geld bleibt futsch!