Der etwas andere Weg der SEB
Der Billigtrend macht auch vor Girokonten nicht halt. Fast jedes Kreditinstitut hat mittlerweile ein kostenloses Girokonto im Angebot. Die SEB geht mit Ihren neuen Girokonten jetzt einen anderen Weg und will damit wie vor 11 Jahren Trendsetter sein. Damals war der Vorgänger, die damalige BfG das erste Institut, das ein kostlenloses Girokonto angeboten hat.
Neben dem kostenlosen Giro4Free bietet die SEB seit kurzem mit GiroStar-Konto ein kostenpflichtiges Girokonto an. 5,99 € möchte die SEB für die Kontoführung haben. Dafür erhalten die Kunden einen zinsfreien Dispo von 500 €. Das entscheidende jedoch sind die weiteren Zusatzleistungen, mit denen die SEB punkten möchte. So ist die Kreditkarte Variostar zum Konto Girostar ein klassisches Rabattsystem. 10% Rabatt bekommen Kunden, die mit der SEB-Karte bezahlen. Revolutionär ist dieses Modell zwar nicht – schließlich bieten Payback und happadigits schon länger Kreditkarten mit zusätzlichem Bonus an. Aber das Programm scheint auf den ersten Blick gut gemacht. Anders als bei den großen Rabattprogramme nehmen auch viele kleine regionale Partner teil. Ich hab bereits einige Restaurants in der Partnerliste gesehen, die ich regelmäßig besuche. Die Partnerauswahl und Kategorisierung scheint mehr auf junge Leute zu zielen. Ganz oben in der Liste sind Kino sowie Party&Nightlife.
Mit dem neuen Konto(der Rabattkarte) hat der SEB-Kunde tatsächlich eine Menge Vorteile, die wirklichen Mehrwert bieten. Eine echte Alternative zu kostenlosen Girokonten. Beim Einsatz der Rabattkarte sind die 5,99 € Gebühren schnell wieder drin. Zu beachten ist jedoch, dass ähnlich wie bei gebührenfreien Girokonten ein monatlicher Geldeingang von mindestens 1.250 € Voraussetzung sind. Außerdem sollten über die Kreditkarte mindestens 4.000 € umgesetzt werden, sonst kommen hier noch einmal zusätzliche Gebühren von 50 € dazu.
Kann das Modell der SEB zum Erfolg werden? In einem Interview mit der Wirtaschaftswoche sagt der Chef der Norisbank Andreas Torner: “Mehrwertkonten können durchaus atrraktiv sein. Wenn eine Bank aber Gebühren verlangt, muss sie einen entsprechenden Extraservice bieten.” Ich denke er hat recht. Die SEB versucht mit Ihren neuen Kontomodellen beides zu bieten: kostenloses Girokonto und Mehrwertkonto gegen Gebühr. Der Kunde entscheidet! Vielleicht ist die SEB damit auch heute wieder Vorreiter – wie vor 11 Jahren mit der Einführung des gebührenfreien Girokonto.
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