Immobilienerwerber profitieren von der Krise

Unsere Vermutungen vom Herbst 2007 (siehe Beitrag vom 24.09.2007) scheinen sich immer mehr zu bestätigen. Die US-Immobilienkrise bringt Vorteile bei den Zinssätzen für Baufinanzierungen. Seit dem Ausbruch der Immobilienkrise gingen die Baugeld-Zinsen langsam immer weiter zurück. Besonders in den ersten Tagen des neuen Jahres gab es noch einmal einen starken Abwärtsschub für die Zinsenwicklung. Wo liegen die Hintergründe?

In den USA verstärken sich immer mehr Rezessionsängste. Der Kapitalmarkt hat Angst, dass künftig nicht nur die Immobilienbesitzer ihre Raten nicht mehr Zahlen können, sondern auch viele Milliarden Dollar bei den Kreditkartengesellschaften abgeschrieben werden müssen. Neben einem Milliardenschweren Ausgabenprogramm der US-Regierung haben auch die Notenbanken die Verbesserung der Konjunkturaussichten im Auge. Allen voran die amerkanische Notenbank, deren Chef Ben Bernanke gestern nach mehreren Leitzinssenkungen weitere Zinsschritte andeutete. Sogar die Europäische Zentralbank (EZB) hat trotz starker Inflationsgefahren die Zinssätze stabil gehalten. Vor dem Hintergrund, das die Geldwertstabilität die Hauptaufgabe und Zielsetzung der EZB ist, ist dies schon bemerkenswert.

Solange die Unsicherheiten für die (Welt-)Konjunktur besteht wird sich die Zinsentwicklung wahrscheinlich nicht drehen. Angehende Bauherren sollten jedoch die Zinsentwicklung weiter im Auge behalten und bereits geplante Projekte nicht auf die lange Bank schieben. Die aktuellen Zinserwartungen wichtiger Baufinanzierungsanbieter wie Dr. Klein oder Interhyp sowie weitere interessante News zum Thema Baufinanzierung können Interessierte bei vergleich.de verfolgen.

Aber auch während der Immobilienkrise gibt es Nachteile für Bauherren. Wegen fehlender Refinanzierungsmöglichkeiten am Kapitalmarkt stellte der erste Anbieter (GMAC-RFC) sein Neukundengeschäft für Baufinanzierungen ein. Dies betrifft allerdings in erster Linie Finanzierungen ohne Eigenkapital. In dieser Nische hatten vor allem amerikanische und holländische Baufinanzierer versucht in Deutschland Fuss zu fassen. Etablierte deutsche Banken werden auch weiterhin wie gewohnt Ihre Baufinanzierungen anbieten. Da diese Institute in der Regel die ausgegebenen Kredite über die Spareinlagen ihrer Kunden finanzieren und bestimmte Eigenkapitalquoten verlangen, beeinflußt die Immobilienkrise das Geschäft dieser Banken nicht.

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