Geldautomatenstreit: Erste Sparkasse kündigtVertrag mit Visa

Der seit Herbst eskalierende Streit zwischen den Sparkassen und der Kreditkartengesellschaft Visa um das kostenlose Geldabheben an den Sparkassen-Geldautomaten gewinnt weiter an Schärfe. Nachdem ein Gericht die Sparkassen dazu verdonnerte die Verfügung an den eigenen Geldautomaten zuzulassen, kündigte jetzt die erste Sparkasse den Vertrag mit VISA. Damit drohen Kunden von Direktbanken in Deutschland erneut Probleme bei der Bargeld-Beschaffung mit Visa-Karten.

Die Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe ist erste Institut, welches seinen Vertrag mit dem Kreditkartenanbieter gekündigt hat. Doch es könnten weitere folgen, erklärte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) gestern in Berlin.

Da die Direktbanken Institute ein sehr dünnes Netz mit Geldautomaten unterhalten, nutzen sie die Visa-Karte als Geldkarte. Darüber sind die Sparkassen verständlicherweise sehr erbost, da sie mit ihrem eigenen eng geknüpften Geldautomatennetz Instituten wie der ING Diba, der Volkswagenbank oder der DKB einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

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