Schlechte Bonität = hoher Zinssatz für Ratenkredite!

Immer mehr Banken haben hinter dem Sternchen für die Sonderbedingungen stehen: Zins ist bonitätsabhängig. Was bedeutet das eigentlich?

Banken vergeben Kredite grundsätzlich mit dem Willen das Geld auch wiederzubekommen. Gerade bei kurzfristigen Darlehen wie Ratenkrediten, bei denen keine weiteren Sicherheiten gestellt werden, wird das Risiko eines Kreditausfalls höher eingeschätzt. Umso höher die Bank das Risiko einschätzt, desto höher ist der Zinssatz für den Ratenkredit. Die Bank nimmt hier eine Risikoprämie.
Dies ist ähnlich wie bei der Geldanlage: Wenn ich mein Geld auf dem Sparbuch lassen, erhalte ich nur 0,5% Zinsen, wenn ich aber Aktien kaufe habe ich die Chance auf 10% pro Jahr oder mehr – aber ich kann auch hohe Verluste machen. Je höher mein Risiko ist desto mehr muß ich aus einer Anlage im Gegenzug erwarten können, sonst wäre ich nicht mehr bereit die Anlage zu tätigen.

Um die Bonität eines potentiellen Kunden zu bewerten benutzt die Bank sogenannte Scoringengines (“Bewertungsmaschinen”). Hier werden statistische Merkmale des Kunden, wie Beruf, Alter, Wohnort, Einkommen etc. mit den Ausfällen in der Vergangenheit von Kunden mit ähnlichen Merkmalen zu verzeichnen waren. Je mehr ihren Kredit nicht zurückgezahlt haben, desto teurer wird der Kredit auch für den neuen Kunden.

Ach übrigens: ganz nebenbei guckt die Bank auch ob Sie das Darlehen aus Ihrem Einkommen zurückzahlen können.

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