Immobilienfinanzierung – Was ist eigentlich der Beleihungswert?

Viele Bauherren haben dies beim Bankgespräch: Leider können wir aufgrund des Beleihungswertes nicht mehr Darlehen geben. Obwohl der gewünschte Betrag noch unter dem Kaufpreis des Objektes liegt. Aber wie kommt das zu Stande?

Formell betrachtet ist der Beleihungswert wie folgt zu beschreiben: Der Beleihungswert ist der nachhaltig erzielbare Wert des Beleihungsobjekts unter Berücksichtigung aller maßgebenden Umstände. Die Ermittlung eines Beleihungswertes ist im Hypothekenbankgesetz unter § 12 vorgeschrieben, wobei der Beleihungswert von Bank zu Bank unterschiedlich ermittelt werden kann. Der Beleihungswert ist oft die Grundlage für die Kreditgewährung, da hierbei zur längerfristigen Risikobeurteilung vom Verkehrswert des Objektes (= aktueller Marktwert des Objektes) Sicherheitsabschläge vorgenommen werden, um eventuelle Marktschwankungen aufzufangen. (siehe Baugeld-Lexikon von Vergleich.de)
Das klingt nicht nur theoretisch, das ist es auch. Was heißt dies in der Praxis? Die Banken bewerten das Risiko, das vergebene Darlehen auch zurück zu erhalten. Neben dem Einkommen des potentiellen Darlehensnehmers wird auch die Immobilie, die als Sicherheit dienen soll bewertet. Dabei stellt sich die Bank die Frage, was passiert, wenn die Immobilie doch versteigert werden müßte. Um in diesem Fall sicher zu sein, dass verliehene Geld auch wieder zurück zu bekommen wird der mögliche Marktwert vorsichtigt bewertet. Einige Institute neben einfach den aktuellen Kaufpreis und ziehen davon 10% ab. Dieser Risikoabschlag dient als zusätzlicher Sicherheitspuffer.

Grundsätzlich gibt es auch andere Verfahren, den Beleihungswert für Immobilien zu ermitteln. Beispielweise kann der Bodenrichtwert als Grundlage genommen werden. Dazu wird der entsprechende Bauwert mal Quadrat- oder Kubikmeter addiert.

Als dritte Möglichkeit für die Marktwertermittlung gibt es noch die Möglichkeit aus Richtwerttabellen der Gutachterausschüsse den Objektpreis mit den Durchschnittspreisen zu vergleichen.

Share and Enjoy:
  • del.icio.us
  • Furl
  • Spurl
  • Taggly
  • Technorati
  • YahooMyWeb
  • BlinkList
  • blogmarks
  • Digg
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • LinkArena
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Print
  • Blogosphere News
  • email
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MySpace
  • Netvibes
  • PDF
  • RSS
  • Wikio
  • Yahoo! Bookmarks

3 Responses to “Immobilienfinanzierung – Was ist eigentlich der Beleihungswert?”

  1. Klingt ja alles recht kompliziert gibt es hierzu Anbieterübersichten oder etwas derart? und sind dieses drei Möglichkeiten die einzigen die existieren oder gibt es da mehr?

  2. [...] > Ich hatte eigentlich schon ein Verfahren erwartet bei der > Thyssen/Krupp Geschichte. Wie kann es sein das eine Bank in zwei > Aufsichtsräten sitzt und dann in einem die feindliche Übernahme des > anderen betreibt. Das stank schon zum Himmel. Genauso wie die > Mannesmann Abfindungen. Die Deutsche Bank ist ein Sumpf der > Korruption der endlich trockengelegt werden muss. Ich hoffe das nun > noch Ackermann seine Lizenz und damit seinen Job als CEO im Rahmen > des Mannesmann Prozesses verliert Soweit nachvollziehbar. Den Mittelstand und die “Kleinanleger” haben die ja auch voll vor den Kopf gestoßen. > und die Deutsche Bank > schlussendlich von der City-Group gekauft wird. Dieser Saustall > befleckt mit seinem Namen “Deutsche” Bank den Ruf Deutschlands. Aber die “City-Group” muß es nun wirklich NICHT sein. Gruß Dieter [...]

  3. Dass der Beleihungswert eine Schätzung der Bank ist, haben ja nun seit rund einem Jahr weltweit tausende Hausbesitzer am eigenen Leib erleben dürfen. In dem Maße, in welchem der Marktwert ihrer finanzierten Immobilien sank, sank auch der Beleihungswert und die Bank forderte zum Nachschuss bzw. zur Hinterlegung weiterer Sicherheiten auf. Das Ende vom Lied war eine Welle von Zwangsversteigerungen, die zu noch mehr Angebot an Häusern und damit zu noch weiter sinkenden Hauspreisen geführt hat.

Discussion Area - Leave a Comment